LoRaWan - Sensortechnik, die mitdenkt

Stadtwerk Tauberfranken testet Einsatzbereiche der smarten Technologie

Smarte Technologien sind die Zukunft. Das Stadtwerk Tauberfranken ging 2020 mit verschiedenen
LoRaWan-Produkten in die Testphase. Unter LoRaWAN (Long Range Wide Area Network) versteht man
eine smarte Sensortechnik, die es möglich macht, viele Abläufe zu automatisieren und effizienter zu
machen.


Ziel des Stadtwerks ist es, künftig ein umfassendes Angebot für umliegende Gemeinden und auch private Kunden anzubieten, um Arbeitsabläufe (energie-) effizienter und wirtschaftlicher zu gestalten. Eine erste Testphase ist bereits abgeschlossen. Getestet wurde eine smarte Raumüberwachung – und zwar im Hinblick auf Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Helligkeit, Bewegung, Türkontaktmelder und Wassermelder. Ebenso wird aktuell ein Parksensor an einer E-Ladesäule eingesetzt.

Sensor meldet: Zeit zum Lüften
Die Testphase verlief so erfolgreich, dass mittlerweile beim Stadtwerk eine Raumüberwachung im Echtbetrieb mit der Firma Thüga SmartService GmbH realisiert wurde. Dabei wird die CO2-Sättigung überwacht. Gerade jetzt in Pandemiezeiten sind diese Werte besonders wichtige Faktoren: „Der Sensor meldet, wie sich die CO2-Sättigung im Raum in Bezug auf Raumgröße und Anzahl der Mitarbeiter auswirkt. Per E-Mail werden die Mitarbeiter benachrichtigt, wenn der Wert zu hoch wird und es Zeit zum Lüften ist“, erklärt Philipp Fitterer, Teamleiter Kommunikationsnetze beim Stadtwerk.

Als nächsten Schritt sollen Feuchtigkeitssensoren für Gärten und Parkanlagen getestet werden, dieser Bereich dürfte künftig insbesondere für Städte und Gemeinden von Interesse sein, um eine effektive, automatisierte Bewässerung nach Bedarf durchzuführen.

Außerdem wird aktuell eine Technik für Transformator-Stationen geprüft. Mithilfe der Sensoren werden hier Temperatur, Strommessung, Spannungsmessung und die Kurzschlussüberwachung auf Herz und Nieren geprüft. Genaue Messwerte sollen so an einer zentralen Stelle gebündelt werden, um mit diesen weiterzuarbeiten.

„Die Nutzungsmöglichkeiten von LoRaWAN sind fast unerschöpflich“, so Fitterer. „Von Füllstandskontrollen der Mülltonnen über Verkehrs- oder Personenzählungen bis hin zu Trackern für die Ortung, z. B. von Fahrrädern oder Haustieren. Diese Anwendungsbereiche sind bis jetzt aber noch nicht in der engeren Test-Auswahl.“
 

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Philipp Fitterer, Teamleiter Kommunikationsnetze, testet die LoRaWAN-Antenne auf dem Dach des Stadtwerks Tauberfranken. Sensoren senden und empfangen Daten, die dann im System ausgewertet werden.